Die Chemnitzer Innenstadt hat seit 1990 eine beispiellose Entwicklung genommen. Ob Galerie Roter Turm, Rathaus oder das "gläserne Kaufhaus" Galeria Kaufhof, der Rosenhof, die moderne Zentralhaltestelle oder die Innere Klosterstraße mit den beiden Teilen der Rathaus-Passage - in Chemnitz sind alte und neue Architektur zu einem attraktiven Miteinander vereint.

Im erzgebirgischen Königsforst stiftete Kaiser Lothar III. 1136 beim Übergang einer nach Böhmen führenden Straße über die Chemnitz das gleichnamige Benediktinerkloster, dem 1143 von Kaiser Konrad III. das Marktrechtsprivileg verliehen wurde. Dabei wird auch ein "locus Kamenicz" genannt. Das Kloster erwarb 1375 die Herrschaft Rabenstein.

Die kleinste mittelalterliche Burg Sachsens, befindet sich im Chemnitzer Stadtteil Rabenstein und gehört zum Schlossbergmuseum Chemnitz. Unweit des Burgfelsens, auf dem die heutige Burganlage steht, befinden sich das Schloss Rabenstein sowie der Stausee Oberrabenstein, an den sich der Rabensteiner Wald anschließt.

Richard Hartmann; * 8. November 1809 in Barr, Elsass; 16. Dezember 1878 in Chemnitz war ein deutscher Maschinenfabrikant. Richard Hartmann war Sohn eines Weißgerbers. In seiner elsässischen Heimat erlernte er den Beruf des Zeugschmieds. 1828 begannen seine Wanderjahre, in denen er 1832 Chemnitz erreichte, angeblich nur mit 2 Talern in der Tasche.

Ich lade sie ein Chemnitz kennen zu lernen.

Chemnitz liegt im Westen des Freistaates Sachsen. Chemnitz befindet sich im Erzgebirgsbecken, am Nordrand des Erzgebirges. Mit etwa 242.790 Einwohnern ist Chemnitz nach Leipzig und Dresden die drittgrößte Stadt sowie eines der sechs Oberzentren des Bundeslandes. Chemnitz hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz des gleichnamigen Regierungsbezirks.

Geographie

Das Stadtgebiet umfasst eine Bodenfläche von 220,85 km², die - hydrographisch gesehen - einen selbständigen Teil des Erzgebirgischen Beckens bildet.

Das bei Chemnitz mit rund sieben bis acht Kilometer schmale Erzgebirgsbecken zieht sich in Südwest-Nordost-Richtung durch das Stadtgebiet. Innerhalb des Beckens befindet sich der Beutenberg (420,9 m), welcher die Stadt im Nordosten abgrenzt.

Der Nordrand des Erzgebirges zeigt im Raum Chemnitz sein deutlichstes Relief. In dieser geologischen Einheit südlich der Linie vom Galgenberg in Euba (471,2 m) über den Adelsberg (508,4 m) nach Klaffenbach herrschen tonschieferähnliche Phyllite und Auensedimente vor.

Zerschnitten durch die Täler der Würschnitz und Zwönitz erreicht diese Geländestufe südwestlich des Zusammenflusses zur Chemnitz Höhen von 500 bis 550 m über Normalhöhennull.

Das Stadtgebiet umfasst nach zahlreichen Eingemeindungen kein einheitliches geschlossenes Siedlungsgebiet. Die ländlichen Siedlungen vornehmlich östlicher Stadtteile sind vom Siedlungsgebiet der Chemnitzer Kernstadt getrennt, wogegen sich dieses teilweise über die westlichen Stadtgrenzen nach Limbach-Oberfrohna und Hohenstein-Ernstthal fortsetzt.

Geschichte

Nach Auflösung der Länder in der DDR im Jahre 1952 wurde Chemnitz Sitz eines Bezirks, der infolge der am 10. Mai 1953 auf Beschluss der DDR-Regierung erfolgten Umbenennung der Stadt Chemnitz in "Karl-Marx-Stadt", zu Ehren von Karl Marx, ebenfalls in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt wurde.

Im Vorfeld des Beitritts Sachsens zur Bundesrepublik Deutschland wurde am 23. April 1990 eine Volksabstimmung über den künftigen Namen der Stadt abgehalten. Dabei stimmten 76% der Bürger für den alten Namen "Chemnitz". Die offizielle Rückbenennung erfolgte am 1. Juni 1990, also noch vor dem formellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Nach Wiedererrichtung des Landes Sachsen 1990 wurde auch der Bezirk Chemnitz aufgelöst.

Struktur und Bevölkerung

Chemnitz' Einkaufslandschaft ist geprägt durch nach der Wende entstandene Einkaufszentren und Kaufhäuser. Historisch gewachsene Einzelhandelsstrukturen finden sich deutlich weniger als in anderen Städten gleicher Größenordnung.  z.B Sachsen-Allee, Neefepark, Galeria Kaufhof, Galerie am Roten Turm, Rathaus Passage, Chemnitz Center, VitaCenter.

Den innenstädtischen öffentlichen Personennahverkehr bedienen vier Straßenbahnlinien, 25 Stadtbuslinien der Chemnitzer Verkehrs-Aktiengesellschaft (CVAG) und 27 Regionalbuslinien. Des Weiteren führt eine Stadtbahnlinie vom Stadtzentrum nach Stollberg, dabei befahren die Niederflurfahrzeuge sowohl das Straßenbahn- als auch das Eisenbahnnetz.

In Chemnitz wird ein meißnischer Großstadtdialekt gesprochen, der Einflüsse aus dem Vorerzgebirgischen aufweist. Neben dem bereits dort beschriebenen no wird in Chemnitz häufig hier (sächs. hioorr) als Füllwort verwendet. Auch die Verwendung des Wortes tun als Hilfsverb ist häufig anzutreffen (Beispiel: Mir tun mal da hingehn).

Das Stadtgebiet von Chemnitz ist in 39 Stadtteile eingeteilt. Die Stadtteile Einsiedel, Euba, Grüna, Klaffenbach, Kleinolbersdorf-Altenhain, Mittelbach, Röhrsdorf und Wittgensdorf sind zugleich Ortschaften im Sinne der §§ 65 bis 68 der Sächsischen Gemeindeordnung. Diese Stadtteile kamen im Zuge der letzten Eingemeindungswelle nach 1990 als ehemals eigenständige Gemeinden zur Stadt Chemnitz hinzu und genießen daher diese Sonderstellung gegenüber den anderen Stadtteilen.